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 Historischer Leitfaden von Wieren

Die gut erhaltene Feldsteinkirche, Wahrzeichen und Mittelpunkt des alten Dorfes, soll schon im 12. Jahrhundert erbaut worden sein. So jedenfalls eine Notiz am Modell dieser Kirche im Historischen Museum in Hannover.

In dem Ilmenauknie nahe der alten Kirche sind vermutlich auch die ersten Siedlungen entstanden. Der Fluss gab Wasser für Mensch und Vieh, notfalls auch für Löschzwecke, und der Fischreichtum der Ilmenau ergänzte die menschliche Nahrung. Noch 1935 wurden auf dem Aalfang an der Mühle bei günstigem Wetter und hohem Wasserstande nachts an die 50 kg Aale gefangen.

Die alte Wassermühle, ein wichtiger Mahlplatz zwischen Uelzen und Wittingen war sie gewesen, wird bereits 1330 urkundlich erwähnt. Hier entstand auch 1908 das erste Elektrizitätswerk im Landkreis Uelzen, bis 1950 versorgte es Wieren mit Strom. Heute laden hier kurortartige Anlagen und eine romantische Fischtreppe zum Verweilen ein.

Für den Fernverkehr war Wieren in aller Zeit ein wichtiger Ausspannplatz. Die "Märkische Heerstraße" von Lüneburg nach Magdeburg führte durch Wieren, ebenso die wichtige Handelsstraße Lüneburg-Leipzig.

Der eigentliche wirtschaftliche Aufschwung Wierens begann mit dem Jahre 1873, als auf der Strecke Uelzen (Bremen) - Stendal der erste Zug fuhr. Als 1900 die Bahnlinie Wieren-Gifhorn fertig wurde, war Wieren sogar ein kleiner Knotenpunkt geworden. Tag und Nacht wurde um die Jahrhundertwende am Bahnhof Wieren verladen.

An den Zufahrtswegen zum Bahnhof siedelten Handwerker und nutzten so die günstige Verkehrslage. Landhandelsunternehmen entstanden am Bahnhof und 1892 wurde hier die Molkerei gebaut, eine der ersten im Landkreis Uelzen.

 

Die alte Feldsteinkirche in Wieren

Weithin sichtbar künden heute die Getreidesilos von einem regen Warenumsatz. Allein in den modernen Kartoffel-Lagerhallen liegt der Jahresbedarf einer Stadt von 100.000 Einwohnern.

Allen Bauwilligen bietet Wieren gute Verkehrsverbindungen, bis zur Kreisstadt Uelzen sind es 10 Autominuten. Eine Vielzahl von Geschäften ermöglicht den Einkauf am Ort, und die Wierener Berge sowie der Elbe-Seiten-Kanal laden zu Wanderungen und Radtouren ein.

Auch für die Kinder wurde gesorgt. 1962 eröffnete hier die erste Mittelpunktschule des Kreises ihre Pforten. Im nahen Sommerbad tummeln sich Kinder und Erwachsene im erwärmten Badewasser. Auch Kinderspielplätze sind nicht rar.

Wenn Sie mehr zur Geschichte der Gemeinde Wieren erfahren wollen, können Sie dies in der Chronik Gemeinde Wieren - Elf Dörfer im Wandel der Zeit - nachlesen.

Innenansicht der alten Feldsteinkirche

Die Gemeinde Wieren ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Wrestedt, mit einem fest umrissenen Aufgabenkreis.

Mehr zu den Aufgaben der Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Wrestedt und zur Zusammensetzung der Gremien der Mitgliedsgemeinden erfahren Sie, wenn Sie hier klicken


Dokumente:
Chronik des Jahres 2009  (6923 KB)
Chronik des Jahres 2008  (7747 KB)
Chronik des Jahres 2007  (13466 KB)
Chronik des Jahres 2006  (6365 KB)
Chronik des Jahres 2005  (4665 KB)
Chronik des Jahres 2004  (8215 KB)
Chronik des Jahres 2003  (8370 KB)
Chronik des Jahres 2002  (2397 KB)
Chronik der Jahre 2000 und 2001  (2163 KB)


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